
04.04.2026
„Lesenlernen unter Bedingungen migrationsbedingter Mehrsprachigkeit“ – der Titel dieses Vortrags klang etwas sperrig, aber mit dem Thema haben wir offenbar einen Nerv bei den Lesementor:innen getroffen. Über 40 Interessierte, so viele wie noch nie, nahmen am Workshop mit Dr. Kevin Niehaus von der Uni Duisburg-Essen teil. Er ist Pädagoge, Sonderpädagoge, wissenschaftlicher Rat und Experte gerade für diese Thematik.
„Das hier ist mein Herzensthema,“ bekannte der sympathische Wissenschaftler gleich zu Beginn. Wie sehr dieses Thema auch den Mentor:innen, die mit Kindern aus unterschiedlichen Sprachkulturen lesen, am Herzen liegt, zeigten die vielen Fragen und Anmerkungen im Laufe des Vortrags.
Einhellige Meinung am Ende des Veranstaltung: „Das war toll, wir haben echt viel gelernt und nehmen viel mit.“ Zum Beispiel auch diese Erkenntnisse: Wie frustrierend es für ein Kind ist, wenn es immer nur hört, was es nicht kann, statt zu hören, was es gut macht. Oder wie wichtig es ist, Themen und den Wortschatz zunächst mündlich aufzubereiten, bevor es ans eigentliche Lesen des Textes geht.
Zu hohem Erwartungsdruck nicht nachgeben
Ganz grundsätzlich gelte, die eigenen Erwartungen nicht zu hoch zu schrauben und dem Erwartungsdruck anderer nicht nachzugeben. Das gab Dr. Niehaus seinen aufmerksam Zuhörenden mit auf den Weg. Auch das ist eine wichtige Botschaft für den MENTOR-Lesealltag!
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